Mitglieder unserer Ortsgruppe haben heute Post der „Freien Kräfte Greifswald“ bekommen.

NazipostIn den letzten Jahren gab es immer wieder sogenannte Outing-Aktionen von antifaschistischen Gruppen, bei welchen (teilweise strafrechtlich verurteilte) Nazikader aus der Deckung geholt wurden und ihr wohnliches Umfeld über deren Machenschaften informiert wurde. Der wohl aktuell berühmteste Fall der nahen Vergangenheit ist das „Outing“ von Marcus G. während einer Vorlesung in der Uni. Ziel eines solchen Outings ist es, die Nachbar_Innen darüber zu informieren, wer da so neben, über oder unter ihnen wohnt. Am Montag, den 20. Januar 2014 versuchten die Freien Kräfte Greifswald dieses scheinbar auch im Wohnumfeld von aktiven Mitgliedern unserer Gruppe. Hierbei verteilten sie Flyer in den Briefkästen (siehe Foto) der Nachbar_Innen. Die Flyer machten darauf aufmerksam, dass die Genossen für die Vielzahl an verschiedenen antifaschistischen Stickern im Greifswalder Stadtgebiet verantwortlich seien und somit gegen ihren eigenen Ansatz des Umweltschutzes verstießen. Ein Outing funktioniert allerdings nur, wenn Menschen sich hinter ihren bürgerlichen Fassaden verstecken und mit ihren Werten und Normen nicht öffentlich auftreten. Ein Outing ist sinnlos bei Menschen, die seit Jahren (hochschul-)politisch aktiv sind, Vertreter des StuPa sind bzw. waren und wenn ihr antifaschistisches Engagement in der Stadt bekannt ist.

Dementsprechend bewerten wir diese Post ausschließlich als Einschüchterungsversuch. Die Sache wurde bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Von Greifswalder_innen aus dem Umfeld der Genossen hat es bereits Angebote der Unterstützung gegeben, für die sich unsere Mitglieder sehr bedanken.

Die Betroffenen und die Linksjugend [‚SDS] Greifswald werden sich von solchen Drohgebärden nicht einschüchtern lassen und ihr Engagement in Greifswald gegen Rassismus und Faschismus fortsetzen!