Seit 2011 befindet sich die Bevölkerung Syriens in einem bestialischen Bürgerkrieg. Was einst als Teil des revolutionären „Arabischen Frühlings“ begann, endete in einem schier unendlichen Albtraum. Zwischen Regierungstruppen, der „Freien Syrischen Armee“ (FSA), der reaktionären al-Nursa Front, dem djihadistischen „Islamischer Staat“ (IS) und weiteren Gruppierungen ist ein mörderischer Konflikt entbrannt, unter dem Millionen Menschen leiden und welcher täglich neue Todesopfer fordert.

Progressive Kräfte wie die kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG/YPJ in Rojava (Syrisch-Kurdistan) bieten derweil die einzige Hoffnung auf ein demokratisches System. Doch inzwischen liegen ganze Städte in Schutt & Asche, Dörfer werden überrannt, die Nahrungsmittelversorgung ist katastrophal, Medikamente sind Mangelware, ganze Familien werden auseinander gerissen – und die Weltgemeinschaft schaut zu. Amnesty International veröffentlichte inzwischen den Jahresbericht 2014, welcher ein vernichtendes Urteil fällt. Darin heißt es:

„Der interne bewaffnete Konflikt in Syrien ging 2014 unerbittlich weiter. Sowohl Regierungskräfte als auch nichtstaatliche bewaffnete Gruppen verübten weitreichende Kriegsverbrechen und schwere Menschenrechtsverstöße.“

und weiter

„Diejenigen Regierungen, die die Versäumnisse anderer Länder gerne am lautesten anprangern, zeigen sich sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, Flüchtlingen wichtige Unterstützung zu gewähren – sowohl finanziell als auch durch die Aufnahme in ihrem Land.“

In der Bundesrepublik Deutschland erleben wir das ganz konkret. Während der Großteil der über 7,6 Millionen Flüchtlinge in den umliegenden Nachbarstaaten wie der Türkei, Libanon, Jordanien und im Irak Schutz suchen, konnte sich Deutschland gerade einmal dazu durchringen, Bundesaufnahmeprogramme für 20.000 Menschen aus dem Bürgerkriegsland in die Wege zu leiten – oftmals auch nur jene, welche Verwandte in der BRD haben. Für all diejenigen, die keinen Platz in den Aufnahmeprogrammen finden konnten, bleibt nur der beschwerliche, lebensbedrohliche Weg übers Mittelmeer. Doch wer diese Hürde genommen hat, ist anschließend den Schikanen des entwürdigenden „Dublin-Systems“ ausgesetzt. Wer trotz alledem die BRD erreicht, kann hier zwar einen Asylantrag stellen, doch anstelle eines Lebens in Freiheit erwartet sie die Unterwerfung unter solch rassistische Sondergesetze. Gleichzeitig wird in Syrien vor Ort nur wenig bis garkeine humanitäre Hilfe geleistet, sondern vielmehr der reaktionäre Barzani-Clan im Nordirak mit Waffen beliefert.

Dies zeigt einmal mehr: Wir dürfen keine Illusionen in die „Hilfe“ kapitalistischer Staaten und deren bürgerliche Regierungen setzen. Anstelle immer neuer staatlicher Waffenlieferungen an zweifelhafte politische Gruppierungen in Bürgerkriegsregionen braucht es humanitäre Hilfe für die Menschen, damit sie zu einem lebenswerten Leben zurückkehren können. Denn nur auf diesem Wege kann eine Re-Organisierung der demokratischen Massen hin zu einem fortschrittlichen Syrien gelingen.

Mit diesem Spendenaufruf wollen wir internationale Solidarität zeigen und mit unseren begrenzten Kräften einen Beitrag für die notleidenden Menschen in Syrien leisten. Auf dass Syrien endlich wieder Frieden findet!

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