Gremienarbeit

Die Greifswalder Ortsgruppe ist seit ihrer Gründung in Gremien der Greifswalder Universität vertreten. Während wir in den ersten Jahren zunächst nur für das Studierendenparlament antraten, kamen mit der Zeit zahlreiche andere Gremien hinzu. In der derzeitigen Amtsperiode 2013/14 bauen wir auf unseren Erfahrungen aus den vergangenen auf. Seit 2011 haben wir unser Engagement in der Hochschulpolitik kontinuierlich vergrößert, wobei wir dadurch, dass wir zwischen 2011 und 2012 den Präsidenten des Studierendenparlamentes stellten, bereits Akzente in der Hochschulpolitik setzen konnten.

2013 wurde Benjamin Schwarz vom Studierendenparlament in das Hauptreferat für Hochschulpolitik im allgemeinen Studierendenausschuss(AStA) gewählt.

Bei den vergangenen Senatswahlen wurde über die Liste „Solidarische Universität“ ein Mitglied in den erweiterten Senat gewählt. Darüber hinaus sitzt einer unserer Vertreter im Verwaltungsrat des Studentenwerkes und dort auch im Kulturausschuss. Im Studierendenparlament sind wir zur Zeit mit fünf Sitzen vertreten. Vom StuPa wurde außerdem einer unserer Vertreter in die Landeskonferenz der Studierendenschaften von Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Auf Fachschaftsebene konnte die Greifswalder Ortsgruppe seit 2011/12 Vertreter in den Fachschaftsrat Geschichte entsenden. Seit vergangenem Jahr haben wir auch einen Vertreter in den FSR Philosophie entsandt, der in der Legislatur 2013 den Vorsitz dieses FSR übernahm.

Darüber hinaus sitzen, beziehungsweise saßen, Mitglieder unserer Gruppe in verschiedenen Komissionen der universitären Gremien und Arbeitsgruppen des Rektorats für Studium und Lehre:

  • Gleichstellungskomission des Senats (2011-2012)
  • Haushalts- und Strukturkommission des Fakultätsrates der Philosophischen Fakultät (2012)
  • Studienkommission des Fakultätsrates der Philosophischen Fakultät (2012)
  • Studienkommission des Senats (2012)
  • Bibliotheks- und EDV-Kommission der Universität (2012-…)
  • Zentrale Koordinierungsgruppe für Lehrerbildung (2012-…)

In den vergangenen Jahren haben wir uns vor allem auf folgenden Gebieten stark gemacht:

Demokratisierung der Hochschule

Auf diesem Gebiet bringen wir uns vor allem im Bereich der demokratischen Teilhabe aller Statusgruppen auf Institutsebene ein. An vielen Instituten unserer Universität dürfen Studierende, vielfach nicht einmal Vertreter des akademischen Mittelbaus (wissenschaftliche Mitarbeiter) an Sitzungen der kollegialen Institutsleitung teilnehmen; ganz zu schweigen davon, dass sie Stimmrecht haben. Wir setzen uns seit nunmehr etwa einem Jahr dafür ein, dass auf Institutsebene verbindliche Regelungen zur demokratischen Mitbestimmung und Mitgestaltung aller Beteiligten geschaffen werden.

Studium und Lehre

Hier engagieren wir uns vorrangig auf verschiedenen Ebenen der akademischen Gremien. Zum einem über die Studienkommission der Philosophischen Fakultät, zum anderem über die Zentrale Koordinierungsgruppe für Lehrerbildung, zeitweise auch auf der Ebene der Senats-Studienkommission. Bei den zahlreichen Sitzungen vertreten wir die Interessen der Studierenden, weisen auf mögliche Engpässe im Studium hin und versuchen, diese Engpässe zu beseitigen, bevor die Entwürfe der Studiengänge festgezurrt werden. Zudem setzen wir uns für den Erhalt bestehender Stellen und Kapazitäten, vor allem im Bereich der Lehrerbildung, ein. Der Bereich Studium und Lehre ist einer, der in der Öffentlichkeit kaum präsent ist, doch im Alltag auf alle Studierende am meisten spürbar wird. Daher liegt uns dieser Bereich auch besonders am Herzen. Die Studienordnungen, Studiengänge werden nicht auf Senatsebene geschaffen, verbessert, verändert, sondern auf Fakultätsebene, und zwar in den Kommissionen.

Studentische Kultur und Hochschulsport

Immer wieder geriet die studentische Kultur ins Schussfeld der Hochschulpolitik.War es zunächst das Studententheater, ist es derzeit der Studentenclub C-9. Was als nächstes kommen wird, können wir derzeit nicht sagen, doch eines ist sicher: Die studentische Kultur wird auf der Tagesordnung bleiben. Was den Hochschulsport betrifft, gibt es hier noch eine lange Liste, die abgearbeitet werden muss, für die es sich in den kommenden Jahren stark zu machen gilt: Sanierung des Runge-Sportplatzes, Sanierung der Judo-Halle, Erneuerung des Kanu- und Ruderbootshauses…

Fairer Handel

Als linke Ortsgruppe ist Engagement gegen Ausbeutung eines unserer zentralen Anliegen. Wenngleich die Handlungsmöglichkeiten, ungerechte Zustände und Ausbeutung abzubauen, sehr gering sind, gibt es dennoch einen kleinen Spielraum, um zumindest symbolisch für Abmilderung sorgen zu können. Auf unseren Antrag hin beschloss das Studierendenparlament, dass in den Gebäuden der Universität Fair-Trade-Kaffeeautomaten aufgestellt werden. Zwar ist das – global betrachtet – bestenfalls ein heißer Tropfen auf dem Stein. Doch steter Tropfen höhlt den Stein…

Antirassismus

Auf diesem Gebiet haben wir in diesem Jahr die Einführung eines auf Antirassismus ausgerichteten AStA-Referates für politische Bildung maßgeblich vorangetrieben. Tatkräftig unterstützt wurden wir bei diesem Anliegen vor allem von der Grünen Hochschulgruppe sowie den Greifswalder Jusos. Darüber hinaus wurden durch Anträge unserer Ortsgruppe antifaschistische Demonstrationen vom AStA/ Stupa in der Vergangenheit finanziell unterstützt.

Tierschutz

Dadurch, dass es in Greifswald Institute für Biochemie, Pharmakologie, Pharmazie, sowie die Universitätsmedizin gibt, gibt es auch eine Tierversuchsanlage. In den Zielvereinbarungen wurde festgehalten, dass eine neue Anlage errichtet werden soll. Dies nahmen wir zum Anlass, über einen Arbeitsauftrag an den AStA zunächst dafür zu sorgen, dass die Studierendenschaft über Art und Umfang von Tierversuchen aufgeklärt wird. Grundsätzlich ist es unser Anliegen, dass Tierversuche an dieser Universität mittelfristig ganz unterbunden werden können. Inwiefern dies jedoch erreichbar sein wird, ist sehr fraglich, da hier die Interessen sehr weit auseinander gehen und die genannten Institute nach wie vor auf die Notwendigkeit von Tierversuchen verweisen. Daher werden wir in Zukunft jedes Engagement unterstützen, das zur Verringerung von Tierversuchen an unserer Universität beiträgt.