Rektorat Graz unterbindet Veranstaltung des KSV

Dienstag 28. Oktober 2008 von Redaktion

Pressemitteilung des Kommunistischen StudentInnenverbandes Graz


„Dalai Lama. Der Fall eines Gottkönigs“

Neuer Veranstaltungsort nach Untersagung durch das Rektorat der Universität Graz

KPÖ-Bildungszentrum, Lagergasse 98a, 8020 Graz, 19:00 Uhr

Der Kommunistische StudentInnenverband Graz (KSV) nimmt mit Bedauern zur Kenntnis, dass die Durchführung der geplanten Veranstaltung mit Colin Goldner an der Universität Graz vom Rektorat untersagt wurde. Es ist bezeichnend, dass offensichtlich politisch motivierte Einflussnahme der Anlass für diesen Schritt war. Weiters bedauern wir, dass man mit formaljuristischen Winkelzügen einer inhaltlichen Auseinandersetzung aus dem Weg gehen will. Der KSV protestiert gegen eine solche Einschränkung der Meinungs- und Diskussionsfreiheit, denn gerade die Universität sollte nicht nur ein Ort, sondern ein Hort der Meinungsfreiheit sein! Mit Befremden stellen wir deshalb fest, dass sich die Universität Graz für solch einen demokratiepolitischen Affront instrumentalisieren lässt.

Die Veranstaltung beschäftigt sich mit dem Mythos um die Person des Dalai Lama, wobei Goldner hinter die Kulissen dieses „Medienstars“ zu blicken versucht.

Die geäußerte Kritik an der geplanten Veranstaltung erschöpfte sich in der Verleumdung der Person Goldners und seiner wissenschaftlichen Arbeit. Sie verzichtet gänzlich auf eine inhaltliche Auseinandersetzung und läßt jegliche Diskussionsbereitschaft missen.

Der KSV steht auf dem Standpunkt, dass zu diesem Thema ein breiter Diskurs möglich sein muss. Deshalb wird die Veranstaltung am 30. Oktober 2008 im KPÖ-Bildungszentrum, Lagergasse 98a 8020 Graz, um 19:00 Uhr, stattfinden.

„Wenn kontroverse Themen an der Uni keinen Platz finden, dann haben die Verantwortlichen den Sinn und Zweck einer Universität nicht verstanden. Religionsfreiheit beinhaltet für mich auch die Freiheit zur Kritik.“ so der KSV-Vorsitzende Jakob Matscheko

Angaben zum Referenten:

Colin Goldner (55) ist ein anerkannter klinischer Psychologe und Leiter einer Beratungsstelle für Therapie-und Psychokultgeschädigte in Garmisch-Partenkirchen. Zudem ist er Autor von zahlreicher Fachartikel und Bücher zum Thema. Er gilt seit Jahren als Fachmann für Psychokulte und Esoterikkritik.

Grußwort vom KSV zu unserer Gründung

Sonnabend 13. Oktober 2007 von Redaktion

Die Bundesleitung des Kommunistischen StudentInnenverbandes entsandte zur Gründung von Die Linke.SDS.Greifswald ein Grußwort.

Liebe Genossinnen und Genossen!

Der Kommunistische StudentInnenverband (KSV) übermittelt euch die besten Grüße aus Österreich und wünscht euch viel Erfolg beim Gründungstreffen der Hochschulgruppe „Die Linke.SDS.Greifswald“. Unser langjähriger Einsatz für die Interessen der Studierenden hat uns gezeigt, wie wichtig und notwendig diese Arbeit ist – aber auch, dass man gemeinsam etwas erreichen kann. Gerade heute, wo der Kapitalismus weltweit alles daran setzt, erkämpfte soziale Rechte auszuhöhlen, braucht es Gegenwehr.

Diese Gegenwehr gilt es zu organisieren – und wer käme dafür besser in Frage als ein marxistischer Studierendenverband, dessen Aufgabe es ist, die Kämpfe der StudentInnen mit den Kämpfen der arbeitenden Menschen zu verbinden und Theorie und Praxis in Einklang zu stellen.

Unsere Aufgaben formulierte Bertolt Brecht in seinem Gedicht „Lob des Revolutionärs“ einst folgendermaßen:

Er organisiert seinen Kampf

Um den Lohngroschen, um das Teewasser

Und um die Macht im Staat.

Er fragt das Eigentum:

Woher kommst du?

Er fragt die Ansichten:

Wem nützt ihr

Wo immer geschwiegen wird

Dort wird er sprechen

Und wo Unterdrückung herrscht und von

Schicksal die Rede ist

Wird er die Namen nennen.

Der KSV wünscht euch viel Kraft, Mut und Erfolg bei euren Bestrebungen!

Mit solidarischen Grüßen

die Bundesleitung des Kommunistischen StudentInnenverbandes

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