Wir sind AStA-Vorsitz!

Wir waren schon StuPa-Präsident, Mitglied im akademischen Senat, im Verwaltungsrat des Studentenwerks und in der Chefredaktion des Webmoritz, aber das gab’s noch nicht:

Am 03. Juni wurde unsere Genossin Therése Altenburg vom Studierendenparlament zur AStA-Vorsitzenden gewählt! In dieser Position wird sie von nun an die Interessen der Studierendenschaft gegenüber der Universität, der Stadt und dem Land repräsentieren.

Therése

Diese Aufgabe dürfte für Therése, die erst im zweiten Semester Skandinavistik und Musikwissenschaften auf Bachelor studiert, eine große Herausforderung werden. Das Vertrauen zumindest der wählenden Studierenden, scheint sie aber zu besitzen, bekam sie von den Kandidierenden des SDS in der vergangenen StuPa-Wahl doch die meisten Stimmen. Von dieser Position muss sie sich nun zwar zurückziehen, doch ihre Aktivitäten in diesem Amt zeigen, dass es Therése eher um praktisch-organisatorische Angelegenheiten als um abstrakte Diskussionen eines Parlaments geht. In ihrer kurzen Amtszeit als StuPa-Mitglied zeigte Therése sich nämlich besonders aktiv in der AG Bildungsstreik und setzte sich nicht nur in Greifswald, sondern auch im bundesweiten Vernetzungstreffen in Halle für ein starkes Engagement der Studierenden auf der Straße ein. Dass Greifswald im Zuge des Auftakts der bundesweiten Proteste die größte Demo mobilisierte, ist nicht nur aber auch ihr Verdienst. (mehr …)

Die böse Stiefmutti war wieder da…

Dreimal könnt ihr raten, wer am 16.05. (passend zu Europa-und Kommunalwahlen) Greifswald einen Besuch abgestattet hat. Richtig ! Mutti Merkel kündigte sich nur einen Tag vorher in der Zeitung an.

Merkel 2014-05-16

Nun hat die Bundeskanzlerin nicht nur Fans in ihrem Wahlkreis, sondern zum Beipsiel auch uns. Als sich langsam um 14:30 die ersten Schaulustigen auf dem Fischmarkt vor der Bühne sammelten, konnte man auch gleich diejenigen ausmachen, die keinen Bock auf Mutti und ihre Plattitüden hatten. Neben einer älteren Dame, die mit einem Schild, auf dem das NATO-Symbol vermischt mit einem Hakenkreuz dargestellt war, die Menschen vor den kriegerischen und imperialistischen Absichten des Militärbündnisses warnen wollte, waren hauptsächlich junge Menschen(viele Studierende unter ihnen) verschiedener politischer Couleur, die das sprichwörtliche Hühnchen mit Frau Merkel zu rupfen hatten, anwesend. Zu sehen waren DIE PARTEI, Piraten, Jusos und selbstverständlich auch wir von der Linksjugend[‘SDS] Greifswald. (mehr …)

Blockupy 2014 – 24.05. in Rostock

bno_banner_termin_700xAnlässlich der bundesweiten dezentralen Blockupy Aktionstagen hat sich das Bündnis Blockupy Meck-Vorpomm gegründet. Am 24. Mai wird es in Rostock einen Aktionstag gegen die unsoziale Sparpolitik der Troika und der Bundesregierung geben. Die Sprecherin des Bündnisses Blockupy Meck-Vorpomm, Susan Schönhuber, erklärt hierzu: (mehr …)

Bildungsstreikdemo am 20.05. in Greifswald!

Bildungsstreik BannerIn Greifswald wird wieder einmal zum Bildungsstreik aufgerufen! Basierend auf einer bundesweiten Resolution, die aus dem Treffen zahlreicher Studierendenvertretungen in Halle hervorgegangen ist, wird am 20.05. um 9:45 zur Demo auf dem Beitz Platz aufgerufen. Von dort soll es zum Max Planck Institut in Greifswald gehen, wo Bildungsministerin Wanka erwartet wird.

Von der Partei Die Linke haben sich bislang Dietmar Bartsch(MdB) und Nicole Gohlke(MdB, Hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin) mit den Protesten solidarisiert: (mehr …)

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Stop Fracking! Demo am 21.4. in Zinnowitz

STOP FRACKING! – Kommt am 21. April nach Zinowitz und demonstriert mit uns gegen die geplante Fracking-Erdölförderung!

Unser Land Mecklenburg-Vorpommern ist in Gefahr! Die kanadischdeutsche Firma CEP will mit neuester Technik Erdöl aus alten Lagerstätten in Mecklenburg-Vorpommern fördern! Hydraulisch Anschließen (englisch: Hydraulic Fracturing oder Fracking) in horizontalen Bohrungen ist neu und zerbröselt den Untergrund vollflächig und löst seismische Bewegungen aus! Unser Grundwasser ist ständig gefährdet!

 Die erste Horizontalbohrung in Mecklenburg-Vorpommern fand durch die Firma CEP in Barth im Jahr 2009 statt. Die zweite und dritte in Pudagla und Lütow auf Usedom. In Barth hat das Bergamt Stralsund jetzt eine Testförderung mit 10 Frackvorgängen genehmigt.

 Auch auf Usedom ist eine Förderung mit dieser Methode geplant. Fracking in Horizontalbohrungen ist brandgefährlich und wird in großem Stil bisher nur in den USA eingesetzt. Erdbeben und vergiftetes Wasser durch radioaktiv belastete Bohrschlämme gibt es dort, aber auch bereits in Niedersachsen bebt die Erde immer häufiger, Schäden an Gebäuden sind die Folgen, das Grundwasser wurde mehrfach kontaminiert!

 Kein Risiko beim Wasser!

Erhalt der wunderbaren Natur in Mecklenburg-Vorpommern!

Erhalt der Wasser- und Luftqualität!

Erhalt + Aufbau des Tourismus in ganz Mecklenburg-Vorpommern!

Keine riskanten Experimente!

 Mitmachen! Wir rufen auf!

Bürger_inneninitiative Lebensraum Vorpommern e.V.,

linksjugend [’solid] Mecklenburg-Vorpommern,

Grüne Jugend Mecklenburg-Vorpommern

Bündnis90/ Die Grüne Kreisverband Vorpommern-Greifswald,

DIE LINKE. Kreisverband Peene-Uecker-Ryck

Andreas Hoppe, Schauspieler

[…]

 Kommt am 21. April nach Zinowitz und demonstriert mit uns gegen die geplante Fracking-Erdölförderung!

 Wann und wo? 14 Uhr am Bahnhof Zinowitz!

Frauenkampftag 2014

Frauen*kampftag 2014

Wir fahren zur Frauen*kampftagsdemo am kommenden Sonnabend in Berlin und unterstützen den Aufruf, den ihr hier sehen lesen könnt! Die Demo beginnt um 13 Uhr am Bahnhof Gesundbrunnen und endet gegen 16 Uhr am Rosa-Luxemburg Platz.

Der Aufruf

Der Internationale Frauen*kampftag steht für den Kampf für rechtliche, politische und wirtschaftliche Gleichstellung, ein selbstbestimmtes Leben, für das Recht auf körperliche Unversehrtheit, sowie sexuelle Selbstbestimmung. Beim ersten Internationalen Frauentag 1911 wurden Forderungen nach sozialer und politischer Gleichberechtigung auf die Straße getragen. Auch über hundert Jahre später sind viele Forderungen immer noch aktuell. Wir stellen uns in eine Reihe mit den feministischen Initiativen und Bewegungen und wollen versuchen eine gemeinsame neue feministische Offensive zu organisieren!

Unser Ziel ist es, den 8. März zu (re)politisieren, Frauen* untereinander zu solidarisieren und eine Öffentlichkeit für unsere Anliegen und Forderungen zu schaffen. Hierfür hat sich ein breites Bündnis gefunden. Wir rufen zu einer bundesweiten Demonstration am 8. März 2014 in Berlin auf.

Still lovin‘ feminism! 

Der politische Kampf für die Rechte der Frauen und gegen Diskriminierung in allen Bereichen kann nur an den konkreten Lebensverhältnissen ansetzen. Diese sind lokal und vom jeweiligen gesellschaftspolitischen und rechtlichen Rahmen geprägt. Unser Kampf bezieht sich daher auf die konkreten Verhältnisse, die wir hier angreifen und skandalisieren wollen.
Wir wenden uns an Frauen* ohne/mit Kindern, Alleinerziehende, Angestellte, Selbstständige, »frei« Erwerbstätige, Frauen* mit Behinderung, Studentinnen, Schülerinnen, »illegal und legal« arbeitende Frauen*, erwerbslose Frauen*, Mädchen*, Women of Colour, junge und alte Frauen*, Heterosexuelle, Homosexuelle und Bisexuelle, Queers, Trans-, Inter- und alle anderen Frauen*.

Es geht in unserer Auseinandersetzung um einen Kampf für Gleichberechtigung. Hier wollen wir aber nicht stehen bleiben. Wir kritisieren patriarchale Strukturen und eine an Profitmaximierung orientierte Gesellschaft, ebenso wie die Ideologie, nach der jede Person ihres eigenen Glückes Schmied*in sei. Ein Scheitern an den gleichzeitigen, gesellschaftlichen Erwartungen als perfekte Mutter, aufstrebende Karrierefrau* und verführerische Schönheit wird häufig als Faulheit und somit als Schuld der Frauen* selbst angesehen. Dadurch wird unsichtbar gemacht, dass diese Erwartungen nicht zufällig entstehen, sondern auf gesellschaftlichen Strukturen beruhen, die wir verändern können.

»DAS BISSCHEN HAUSHALT MACHT SICH VON ALLEIN…«

Mehrheitlich gering entlohnt, flexibel eingesetzt und sozial eher ungeschützt, sind Frauen auf kostengünstige öffentliche Daseinsvorsorge angewiesen. Wenn Regierungen wegen der sogenannten ‚Schuldenlast‘ Renten kürzen, Löhne senken, Abgaben erhöhen oder die Gesundheitsversorgung verteuern, dann trifft das Frauen in besonderem Maß. Wirtschaft und Gesellschaft sind nicht geschlechtsneutral. So gilt die Sorge und Fürsorge für Menschen als klassische ‚Frauenarbeit‘ und wird im Job gering und Zuhause gar nicht entlohnt. Die bezahlte und unbezahlte Arbeit muss nicht nur zwischen Männern und Frauen*, Erwerbslosen und Berufstätigen umverteilt, sie muss vor allem auch neu bewertet werden. Die Ungleichbehandlung von Frauen* und Männern wirkt sich nach wie vor in prekären Arbeitsverhältnissen aus. Mehr als 80 % der Teilzeitbeschäftigten und Zweidrittel der Minijobber*innen sind Frauen*. Frauen* sind auch deshalb wesentlich häufiger von Altersarmut betroffen oder vom besser verdienenden Partner abhängig. Sie werden in der kapitalistischen Gesellschaft doppelt ausgebeutet – in ihrem Job und Zuhause. Lediglich eine kleinere Schicht Frauen* kann sich die herrschenden Arbeitsanforderungen zunutze machen. Auf sie zielt die Familienpolitik, die das Elterngeld nach Einkommen berechnet, Hartz-IV-Familien aber das Erziehungsgeld streicht und das Kindergeld auf die Regelsätze anrechnet. So findet auch unter Frauen* eine Umverteilung von unten nach oben statt.

Das Patriarchat – das Menschen aufgrund ihres Geschlechts in Rollenbilder und eine Rangordnung zwängt, das weibliche Geschlecht als unterlegen und minderwertig einstuft, sowie Frauen* nicht als eigenständige Menschen, sondern über ihre Beziehung zu Männern definiert – betrifft alle Frauen* in dieser Gesellschaft auf vielen Ebenen.

KEINE ANGST FÜR NIEMAND!

Der ‚Wert‘ von Frauen* misst sich an eindimensionalen Rollenbildern und Schönheitsidealen – hiervon hängen Chancen und Erfolg in fast allen Lebensbereichen ab. Wir wollen aber, dass Frauen* nicht mehr in der ständigen Angst leben müssen, aufgrund ihres Geschlechts und ihres Aussehens diskriminiert und abgewertet zu werden – egal ob am Arbeitsplatz, im Verein, auf der Straße oder zu Hause. Frauen* sollen selbst über ihren Körper und ihre Sexualität bestimmen, von Verhütungsmethoden hin zu Schwangerschaftsabbruch stehen immer noch gesellschaftliche Vorgaben einer wirklichen Selbstbestimmung im Weg. Dazu kommen Alltagssexismus, sexuelle Belästigung, sowie sexualisierte und häusliche Gewalt, von denen Frauen* in hohem Maße betroffen sind.

Feminismus ist für uns mehr als das Streiten für Frauenrechte. Es geht darum, eine Perspektive zu entwickeln, die verschiedene Diskriminierungsformen und ihre Verschränkungen im Blick hat. Geschlechtliche Formen der Ungleichheit sind mit weiteren Formen der Ungleichheit, wie jenen im Zusammenhang von »Rasse«, Ethnizität und Religion verwandt und oft eng verwoben.

So sind migrantische Frauen* von verschränkten Diskriminierungsformen betroffen: Rassistische Migrationspolitik in Deutschland, Alltagsrassismus, sowie ein hochgerüstetes Grenz- und Abschiebungsregime machen ein sorgenfreies Leben unmöglich. In westeuropäischen Ländern erledigen oft Migrantinnen* die anfallende Haushalts-, Pflege- und Sorgearbeit, sie müssen in prekären Verhältnissen arbeiten, sind vielfach illegalisiert und in besonderem Maße von Rassismus und Sexismus betroffen.

PLURAL UND ZENTRAL

Für einen politischen und sichtbaren Frauen*kampftag 2014! Wir wollen einen Beitrag für eine neue feministische Handlungsfähigkeit leisten, von unseren verschiedenen Erfahrungen lernen und an möglichen Punkten gemeinsam kämpfen – zusammen trotz aller Unterschiede und Differenzen und ohne diese Unterschiede zu verschweigen.
Weil alle Frauen* von Diskriminierung betroffen sind. Weil wir gegen das alles nur ankommen, wenn wir gemeinsam kämpfen. Wir wollen Solidarität unter Frauen* bestärken und die Notwendigkeit aufzeigen, gegen diese Verhältnisse zusammen vorzugehen.
Wir rufen zu einer bundesweiten, kämpferischen Demonstration am 8.März 2014 in Berlin auf. Frauen* und alle, die sich solidarisch zeigen, sind eingeladen, die Demo so groß und bunt wie möglich zu gestalten und in einem der diversen Blöcke mit unterschiedlichen Anliegen ihren Protest auf die Straße zu tragen. Mit kreativen Aktionen rund um die Demonstration und inhaltlichen Veranstaltungen im Vorfeld wollen wir unsere Kritik vielfältig und wahrnehmbar in eine breite Öffentlichkeit tragen.

Feminismus ist weder überholt, noch unnötig. Er ist als emanzipatorisches Projekt für alle unverzichtbar und aktuell. Deswegen:

Heraus zum 8. März 2014! 

Still lovin‘ feminism!

BÜNDNIS FRAUEN*KAMPFTAG 2014

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Frauen* = Wir haben den Begriff »Frauen« und »Mädchen« mit Sternchen* markiert. Damit schließen wir Trans*-Frauen. und Inter*-Menschen explizit ein. Egal wie du aussiehst oder als was du bei der Geburt eingeordnet wurdest – unser Feminismus schließt dich ein. Wir wählen den Begriff Frauen*kampftag, um an frühere feministische Kämpfe anzuknüpfen, deren Forderungen leider immer noch nicht umgesetzt sind. Außerdem wollen wir diejenigen einschließen, die sich nicht als Frauen* verstehen, aber gleichermaßen von sexistischer Diskriminierung betroffen sind, weil sie im Alltag als Frauen* gelesen werden.

Rote geben Rotes: Statt Tiere ausbluten zu lassen, bluten lieber wir!

Martin und Benjamin mit Fr. Grünberg vor dem Tierheim in Greifswald

Martin und Benjamin mit Fr. Grünberg vor dem Tierheim in Greifswald

Unsere Aktion „Rote geben Rotes“ geht weiter! Nachdem wir nun schon zweimal den Aspekt der internationalen Solidarität und einmal ein feministisches Themengebiet bedient haben, wandten wir uns diesmal der Ökologie zu und besuchten das Tierheim Greifswald.

Zwei feste Mitarbeiter_Innen und eine FSJ’lerin kümmern sich zur Zeit um acht Hunde, zehn Katzen und zwei Kaninchen. Dabei ist uns aufgefallen, dass sich dieses Tierheim gut entwickelt hat. 1999 wurde es auf dem Gelände des ehemaligen Wasserwerkes geöffnet. Marode Dächer, eine schlechte Zufahrtsstraße und viel Gerümpel: All das wurde seit dem Bestehen des Tierheim Greifswald e.V. kontinuierlich repariert und ausgebessert, trotz der oft zu geringen finanziellen Mittel.

Warum unterstützen wir ein Tierheim? Alle drei Stunden wird statistisch gesehen ein Tier ausgesetzt. Der Kapitalismus verwandelt Lebewesen in Waren und vermarktet sie. Massentierhaltung wie in Alt Tellin, Tierversuche in der Forschung, Kosmetikprodukte mit tierischen Inhaltsstoffen oder der wieder aufkommende Pelzhandel (z.B. in Hamburg) sind nur die sichbarsten Folgen. Um auf dieses Thema aufmerksam zu machen, organisierten wir bereits 2012 eine Veranstaltung im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche. Diesmal dachten wir uns, wenigstens einmal bluten lieber wir, als die Tiere! Wir fordern ein Umdenken in der Gesellschaft! Hin zu einer ökologischen Nutztierhaltung und zum kritischen Hinterfragen des eigenen Konsums.

Dem Tierheim Greifswald ließen wir unsere Spende in Höhe von 150€ zukommen.

Das Tierheim sucht übrigens ständig nach Gassigeher_innen, wenn ihr also auch helfen wollt, meldet euch!

Weiteres SDS Mitglied in AStA gewählt

Wir beglückwünschen herzlich unsere Genossin Sylvia Mehnert zur Wahl als AStA Referentin für Soziales, Wohnen und Studienfinanzierung!

Sylvi geschnitten

Sylvia kandidierte auf der vergangenen Sitzung des Studierendenparlaments für das Referat. Insbesondere die Wohnungssituation in Greifswald sehe sie als Schwerpunkt ihrer Arbeit an. Durch eigene mühselige Erfahrungen bei ihrer monatelangen Wohnungssuche habe sie einerseits einen Einblick in die Anlaufstellen und Portale bekommen, andererseits aber auch in die mitunter problematischen Wohnungen, mit denen man Studierenden in Greifswald das Geld aus der Tasche ziehen wolle. In ihrem Referat möchte Sylvia dafür sorgen, dass der AStA auf seiner Internetseite einen stets aktuellen Überblick über die Wohnungsangebote in Greifswald anbietet. Als gebürtige Greifswalderin kenne sie außerdem bereits die wichtigen Kontaktadressen in der Stadt und könne so, obwohl sie selbst noch Ersti ist, anderen Studierenden weiterhelfen. Als weitere Themen benannte sie außerdem die Barrierefreiheit an der Uni und die Beratung in Belangen der Studienfinanzierung. Ferner wird noch eine vom SDS im Stupa in Auftrag gegebene Umfrage zu Mobbing in der Uni auf ihrem Schreibtisch liegen.

Neben Benjamin Schwarz, Referent für Hochschulpolitik, zieht damit ein weiteres SDS Mitglied in den AStA ein. Zwar dauert die laufende Legislatur nur noch bis April, Sylvia gab aber bereits an, auch für die nächste Legislatur zur Verfügung zu stehen und wolle sich für diese in den kommenden Monaten einarbeiten. Benjamin wird dann jedoch sein Mandat im Stupa wahrnehmen.

Freie Kräfte Greifswald bedrohen unsere Mitglieder

Mitglieder unserer Ortsgruppe haben heute Post der „Freien Kräfte Greifswald“ bekommen.

NazipostIn den letzten Jahren gab es immer wieder sogenannte Outing-Aktionen von antifaschistischen Gruppen, bei welchen (teilweise strafrechtlich verurteilte) Nazikader aus der Deckung geholt wurden und ihr wohnliches Umfeld über deren Machenschaften informiert wurde. Der wohl aktuell berühmteste Fall der nahen Vergangenheit ist das „Outing“ von Marcus G. während einer Vorlesung in der Uni. Ziel eines solchen Outings ist es, die Nachbar_Innen darüber zu informieren, wer da so neben, über oder unter ihnen wohnt. Am Montag, den 20. Januar 2014 versuchten die Freien Kräfte Greifswald dieses scheinbar auch im Wohnumfeld von aktiven Mitgliedern unserer Gruppe. Hierbei verteilten sie Flyer in den Briefkästen (siehe Foto) der Nachbar_Innen. Die Flyer machten darauf aufmerksam, dass die Genossen für die Vielzahl an verschiedenen antifaschistischen Stickern im Greifswalder Stadtgebiet verantwortlich seien und somit gegen ihren eigenen Ansatz des Umweltschutzes verstießen. Ein Outing funktioniert allerdings nur, wenn Menschen sich hinter ihren bürgerlichen Fassaden verstecken und mit ihren Werten und Normen nicht öffentlich auftreten. Ein Outing ist sinnlos bei Menschen, die seit Jahren (hochschul-)politisch aktiv sind, Vertreter des StuPa sind bzw. waren und wenn ihr antifaschistisches Engagement in der Stadt bekannt ist.

Dementsprechend bewerten wir diese Post ausschließlich als Einschüchterungsversuch. Die Sache wurde bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Von Greifswalder_innen aus dem Umfeld der Genossen hat es bereits Angebote der Unterstützung gegeben, für die sich unsere Mitglieder sehr bedanken.

Die Betroffenen und die Linksjugend [‚SDS] Greifswald werden sich von solchen Drohgebärden nicht einschüchtern lassen und ihr Engagement in Greifswald gegen Rassismus und Faschismus fortsetzen!

Die PARTEI hat immer recht?

Seit Monaten sorgt ein Neuankömmling in der hochschulpolitischen Landschaft Greifswalds für Gesprächsstoff: Die Hochschulgruppe der Partei DIE PARTEI. Auftakt ihres Engagements bildete eine Neuauflage der Debatte um den Namensparton der Universität, auf satirische Weise wurde die Umbenennung zur Toni-Kroos-Universität gefordert. Die Wintervollversammlung lehnte die Wiederaufnahme der Diskussion ab, eine Niederlage für die PARTEI. In der Folge blieb die Gruppe nicht ruhelos und stellte mehrere Anträge im Studierendenparlament von zweifelhafter Ernsthaftigkeit und brachte damit frischen Wind in teils doch festgefahrene Debatten. Den mitunter wenig ergiebigen Debatten im Senat hätte solch eine Brise sicherlich einmal gut getan, allerdings konnte die PARTEI hier nicht genügend Stimmen sammeln.

Nimbus der Unangreifbarkeit

Satire und Ironie stellen ihre größte Waffe dar und geben der PARTEI den Nimbus der Unangreifbarkeit: Wer sie kritisiert, kann getrost als humorlos verschrien werden. Eine wichtige Frage bleibt dabei: Ist die PARTEI unpolitisch? Mitnichten, gerade in der Arndt-Debatte wurde deutlich, dass es sich hier nicht um eine reine Protestpartei handelt, die lediglich festgefahrene Strukturen im Parlamentarismus aufbrechen will, wie dies die Kampagnen auf Bundesebene immer wieder durchscheinen ließen. In Interviews stellte Martin Sonneborn in ernsten Momenten auch mitunter Verbindungen zu ähnlichen Parteien wie der von Giuseppe Grillo in Italien her, welche dort im vergangenen Jahr eine der meistgewählten Parteien wurde.

Wahlkampf in Greifswald

Doch zurück ins kleine Greifswald: Da ist sie nun, die PARTEI, wirbt auf dem gesamten Kampus mit Großplakaten, Flyern, Themen wie einer Schwebebahn über die Europakreuzung und Slogans wie: „AStA Analsex Arndt“. Kandidierende dieser Hochschulgruppe treten sowohl fürs Studierendenparlament als auch auf einer eigenen Liste für den Senat an. Von den studentischen Medien erhielt die Gruppe massiven Zuspruch, sämtliche Berichterstattung dominierte die PARTEI. Eine Analyse der Wahlplakate hatte außer umfangreicher Darstellung von PARTEIwerbung und Aufdeckung wiedergekauter JU-Flyer nicht viel zu bieten. Eine vom AStA organisierte Podiumsdiskussion wurde von einem PARTEImitglied moderiert, auch durfte eine besondere Aufmerksamkeit für die PARTEI im dazugehörigen Kommentar nicht fehlen. Nun sollte man natürlich bedenken, dass die Wahlmaterialien nicht nur aufgrund ihres Newcomer-Status, sondern auch aufgrund ihrer Größe und Anzahl deutlich auffielen und eine besondere Beachtung in den Medien rechtfertigen. Was jedoch fehlt, ist eine kritische Auseinandersetzung. Gerade dem größten Sonnebornianer sollte auffallen, dass das Wahlmaterial zum Teil völlig verfehlt ist. Was kritisiert ein Begriffstrio wie das oben genannte? Was hat ein Hitlerplakat in der Greifswalder Hochschulpolitik mit der „Gegenüberstellung der mangelbehafteten Wirklichkeit mit einem Ideal“ (Schiller) mit Satire zu tun? Geschieht hier nicht eher Satire um ihrer selbst willen und verliert genau dadurch ihre Schärfe?

Verknüpfung mit den moritzMedien

Die PARTEI stellt drei Kandidat_innen  für den Senat, eine davon ist auch Mitglied der Geschäftsführung der moritz-Medien. Als solche unterhält sie natürlich auch gute Beziehungen zu moritz-TV – welch Überraschung, dass die PARTEI im Wahlkampf mit gleich 5 eigenen Werbespots auftreten konnte, Webmoritzredakteur Simon Voigt stellte an diesen „eine bemerkenswerte, fast schon an moritzTV erinnernde, Qualität“ fest. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Eingeleitet werden diese Beiträge übrigens mit den Worten: „Für den Inhalt des Spots fühlt sich niemand verantwortlich.“

Update: In einem durchs Stupapräsidium angeregten Gespräch zwischen einigen Stupisten des SDS, Vertretenden der moritz-Medien Redaktionen sowie deren Geschäftsführung ist dargelegt worden, dass die hier vermutete Einflussnahme der Hochschulgruppe die PARTEI auf die Arbeit der studentischen Medien nicht möglich ist und jeder Grundlage entbehrt.

Unpolitisch?

Nun kann man unseren Beitrag hier natürlich auch als das Geheule der wenig Beachteten betrachten. Doch man stelle sich bitte vor, der webmoritz hätte Werbeartikel über den SDS geschrieben, als Marco Wagner dessen Chefredakteur stellte. Oder Juso-Mitglied Christopher Denda wäre vom AStA entsandt worden, eine Posiumsdiskussion zu den Wahlen zu leiten. Welchen Aufschrei hätte es da wohl gegeben?

Aber die PARTEI darf das ja. Die wollen nur spielen, die machen nur Spaß, die sind nicht politisch. Aber stellt man sich dann zu den Wahlen mit aussichtsreichen Plätzen, wenn man unpolitisch ist? Nimmt man ernstafte Debatten wie Ernst-Moritz-Arndt und die Diagonalquerung auf, wenn das alles nur ironisch gemeint ist?

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